Schlaf: Darum ist er so wichtig

Ausreichend Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Entwicklung von Babys und Kleinkindern. 

In den ersten sechs Lebensmonaten finden die meisten Kinder ihren Rhythmus zwischen Schlafen und Wachsein. Schritt für Schritt schlafen sie eigenständiger ein. Aber es gibt auch Kinder, denen das schwerer fällt. Sie brauchen manchmal mehr Hilfe.

Jeder Mensch braucht Schlaf, damit Körper und Geist sich erholen können. Besonders wichtig ist ausreichend Schlaf für Babys und Kleinkinder. In dieser Lebensphase spielt er eine zentrale Rolle bei Entwicklung und Wachstum.

  • Schlaf hilft dabei, Eindrücke zu verarbeiten. Im Schlaf bilden sich Synapsen. Das sind Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Je mehr Verbindungen, desto besser kann Ihr Kind Eindrücke verarbeiten. 
  • Schlaf hilft dabei, Gelerntes zu festigen. Auch hier spielt die Bildung von Synapsen eine wichtige Rolle.
  • Schlaf fördert die körperliche Entwicklung des Kindes. Im Tiefschlaf schüttet der Körper ein Wachstumshormon aus. 

Wie entwickelt sich der Schlaf-Wach-Rhythmus?

Wenn Ihr Kind in den ersten Lebensmonaten noch keinen festen Schlaf-Wach-Rhythmus hat, ist das normal. Denn ein Baby muss seinen Schlaf-Wach-Rhythmus erst noch entwickeln. Der Schlaf wird noch von den Still- und Essenszeiten, nicht von Tag und Nacht bestimmt. 

Erst ab sechs Monaten hat das Licht eine wachmachende Wirkung auf das Baby. Und erst dann wirkt Dunkelheit sich schlaffördernd aus. Mit zunehmendem Alter verstärkt sich die Wirkung des Lichts. Und so findet das Kind langsam in einen Schlaf-Wach-Rhythmus, der sich am Tag-Nacht-Wechsel orientiert. 

Tiefschlaf und Leichtschlaf wechseln bei jüngeren Kindern häufiger ab. Sie können Ihrem Kind helfen, besser durchzuschlafen, wenn sie es in den Leichtschlafphasen nicht direkt hochnehmen. Nachtschreck und sehr lebhafte Träume sind typisch für diese Phase, in der sich die Schlafstruktur entwickelt.

Wie viel Schlaf braucht ein Kind?

Wie viel Schlaf ein Kind braucht, hängt vom Alter ab. Darüber hinaus ist das Schlafbedürfnis auch individuell unterschiedlich. Es kann je nach Kind um mehrere Stunden abweichen. Die folgenden Werte sind also Richtwerte:

Wichtig zu wissen: Tag- und Nachtschlaf beeinflussen sich gegenseitig. Wenn Ihr Kind also beispielsweise tagsüber länger schläft, verkürzt sich dadurch sein Nachtschlaf. Auch die Einschlaf- und Aufwachzeiten hängen voneinander ab. Je früher Ihr Kind einschläft, desto früher wird es wachwerden. 

Mit einem Schlafprotokoll können Sie den Schlafbedarf Ihres Kindes erfassen. So können Sie die Einschlaf- und Aufwachzeiten dem Schlafbedürfnis anpassen. Auf der Website www.kindergesundheit-info.de der BZgA können Sie die Vorlage für ein Schlafprotokoll herunterladen. 

Gesunde Schlafumgebung für Babys

Mit diesen Tipps schaffen Sie eine gesunde Umgebung für den Schlaf Ihres Babys:

  • Es ist für Ihr Baby gesünder, wenn es in seinem eigenen Bett schläft.
  • Achten Sie auf die richtige Raumtemperatur: 18 Grad sind ideal. 
  • Stellen Sie das Babybett nicht neben die Heizung oder in die Sonne.
  • Legen Sie Ihr Baby in den ersten 12 Monaten zum Schlafen immer auf den Rücken. In dieser Position kann es am besten atmen. 
  • Kopfkissen und Felle gehören nicht in Babys Bett. Das gilt in den ersten Monaten auch für Kuscheltiere. Babys können daran ersticken.
  • Ein Schlafsack ist besser als eine Decke. Achten Sie darauf, dass Ihr Baby nicht in den Schlafsack hineinrutschen kann. 
  • Wenn es warm ist, braucht Ihr Baby keinen Schlafsack.
  • Legen Sie Ihr Baby zum Schlafen nicht auf eine Bettdecke. Es kann darin einsinken und bekommt dann schlecht Luft.

Diese Tipps stammen aus dem NEST-Arbeitsblatt Gesunder Kinder-Schlaf vom NZFH und der Stiftung Pro Kind

Frühe Hilfen bieten Rat und Unterstützung

Sie sind unsicher oder suchen Rat und Unterstützung rund um das Thema Schlaf? Dann sind die Frühen Hilfen für Sie da. Sie können sich zum Beispiel in einer Eltern-Kind-Gruppe oder in einem offenen Treff mit anderen Eltern darüber austauschen. In der Regel werden diese Gruppen von einer Fachkraft begleitet, an die Sie sich mit Fragen wenden können. 

Die Angebote der Frühen Hilfen sind kostenlos. Eine Anlaufstelle der Frühen Hilfen in Ihrer Nähe finden Sie mit der Suche Frühe Hilfen. Wenn das Schlafen Probleme bereitet, kann man Ihnen dort auch weitere Unterstützungsangebote vermitteln. Mehr darüber erfahren Sie im Beitrag Schlaf: Was tun, wenn es schwierig ist?

Links zu Quellen und weiterführenden Informationen