Was sind Frühe Hilfen?

Das Leben mit einem Kind bringt viel Freude, aber auch viele Veränderungen mit sich. Eltern geraten dabei schon einmal an ihre Grenzen. Um sie zu unterstützen, gibt es Frühe Hilfen. Frühe Hilfen sind Angebote für Familien ab der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr der Kinder. Sie umfassen praktische Hilfen, Beratung, Vermittlung und Begleitung. Frühe Hilfen richten sich insbesondere an Familien, die das Gefühl haben, mit der Situation nicht mehr alleine klar zu kommen, und sich dringend Unterstützung wünschen.

Fühlen Sie sich mit der Versorgung Ihres Kindes allein gelassen? Haben Sie das Gefühl, dass Ihnen gerade alles zu viel ist? Gibt es Konflikte in der Partnerschaft? Sind Sie unsicher in der Erziehung Ihres Kindes? Haben Sie Fragen zur Entwicklung Ihres Kindes? Haben Sie Bedenken, für Ihr Kind nicht ausreichend sorgen zu können?

Warten Sie nicht, bis Sie vor Sorgen weder ein noch aus wissen. Je früher Sie sich Hilfe holen, desto besser können die Hilfen Sie und Ihr Baby unterstützen. Frühe Hilfen unterstützen Eltern von Anfang an. Die Angebote sind kostenlos, freiwillig und unkompliziert zu erhalten. Sie helfen werdenden Eltern sowie Müttern und Vätern bis zum dritten Lebensjahr ihres Kindes. Ziel ist es, gemeinsam mit den Eltern Kindern eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen.

Frühe Hilfen umfassen vielfältige Angebote wie die Begleitung durch eine Familienhebamme oder Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Eltern-Treffs, Willkommensbesuche, die Beratung in Familien- und Erziehungsberatungen oder offene Sprechstunden.

Netzwerke Frühe Hilfen

Die Angebote der Frühen Hilfen werden in Netzwerken Frühe Hilfen koordiniert. In den Netzwerken arbeiten Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen zusammen. Jedes Netzwerk hat eine oder mehrere Anlaufstellen für Eltern. Sie lotsen Eltern zu den Hilfen, die sie brauchen. In Deutschland gibt es in fast allen Kommunen Frühe Hilfen.

Wo finde ich Frühe Hilfen?

Informationen zu Frühen Hilfen finden Sie, wenn Sie in einer Suchmaschine im Internet „Frühe Hilfen“ und Ihre Postleitzahl eingeben.

Welche Angebote der Frühen Hilfen gibt es?

Die Angebote der Frühen Hilfen sind in jeder Kommune (Stadt oder Landkreis) anders. Folgende Hilfsangebote gibt es zum Beispiel:

Hilfen, die zu den Familien kommen:

  • Lotsinnen und Lotsen (in Geburtskliniken, zu Hause)
  • Familienhebammen
  • Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger
  • Familienpatinnen und Familienpaten
  • Willkommensbesuche

Hilfen, die die Familien selbst aufsuchen:

  • Schwangerschaftsberatungsstellen
  • Familien- und Erziehungsberatungsstellen
  • Eltern-Kind-Treffs
  • offene Sprechstunden z. B. in Familien- und Stadtteilzentren

 

Trickfilmsequenz Thema „Familien stärken“

Trickfilmsequenz Thema „Wahrnehmen und Verstehen“

Trickfilmsequenz Thema „Handeln und Vermitteln“

Quelle: NZFH/BZgA 2014
Illustrationen: Ciça Camargo

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