Wofür ist eine Krise gut? 10 Fragen für Eltern

Die Idee ist …

… in schwierigen Zeiten auch das Gute zu sehen.

Mit dem Wort „Krise“ bezeichnet man häufig schwierige Zeiten, die wenige oder einzelne Personen treffen. Wenn man in der Partnerschaft viel streitet oder sich getrennt hat, wenn man plötzlich seinen Arbeitsplatz verliert. Dann steckt man in einer Krise.

Krise bedeutet aber auch eine Phase, die begrenzt ist. Und vorüber geht. Wer eine Krise überstanden hat, fühlt sich häufig besser. Man weiß, dass man Probleme meistern kann.

Die Corona-Krise hat sehr viele Menschen gleichzeitig getroffen. Das macht sie so besonders. Kitas und Schulen hatten geschlossen und Kontakte zu Freundinnen und Freunden mussten vermieden werden. Alle Menschen mussten ihren Alltag umstellen und verschiedene Herausforderungen meistern.

In schwierigen Zeiten kann es helfen, sich an schöne Zeiten zu erinnern. Es kann aber auch helfen, darüber nachzudenken, wie man mit Krisen umgeht und welche „guten“ Seiten eine Krise haben kann.

Diese Fragen können beim Nachdenken helfen:

  1. Welche Krisen haben Sie in Ihrem Leben schon gemeistert? 
  2. Welche neuen Erfahrungen haben Sie in der Zeit gemacht? Sie persönlich, in der Partnerschaft oder gemeinsam als Familie? 
  3. An welches schöne Erlebnis aus der Zeit werden Sie sich noch lange erinnern? Und Ihre Kinder? 
  4. Was haben Sie während dieser Zeit als Elternteil gut hinbekommen? Worauf sind Sie stolz? 
  5. Was hat Ihnen im Alltag geholfen? 
  6. Welche Person hat Ihnen in der Phase geholfen?  
  7. Wofür sind Sie dankbar?  
  8. Hat sich der Blick auf Ihr Leben verändert? Was fanden Sie zum Beispiel vor der Krise nicht so toll, gefällt Ihnen aber jetzt? Oder umgekehrt.  
  9. Haben Sie etwas Neues über sich gelernt? Zum Beispiel, wie Sie sich auch in einer anstrengenden Phase entspannen können. Oder haben Sie etwas Neues über Ihre Kinder gelernt?
  10. In welchen Momenten konnten Sie ganz unbeschwert sein? Wann konnten Sie die Krise mal vergessen?

Wie lange brauchen wir?

Rund 30 bis 60 Minuten

Wer macht mit?

Eltern

Was brauchen wir?

  • Wenn Sie zu zweit sind: Einen ruhigen Ort zum Reden
  • Wenn Sie alleinerziehend sind, können Sie die Fragen am Telefon mit einem lieben Menschen besprechen. Oder Ihre Gedanken aufschreiben, zum Beispiel in ein Tagebuch.

Worauf ist zu achten?

Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen! Vielleicht ist es gut für Sie, sich pro Tag mit nur einer Frage zu beschäftigen.