Unterstützung für Alleinerziehende
Ein Kind großzuziehen kann eine Herausforderung sein. Das gilt besonders für Alleinerziehende und Getrennterziehende. Hier erfahren Sie, wo es Unterstützung gibt.
Wer alleinerziehend ist, trägt viel Verantwortung. Fürsorge für das Kind, Haushalt und Arbeit fordern Kraft und Zeit. Bei sehr jungen Eltern stehen vielleicht noch ein Schulabschluss oder eine Ausbildung an.
Wenn sich nach einer Trennung beide Elternteile die (Fürsorge-)Arbeit teilen, spricht man von Getrennterziehenden. Auch diese Situation kann herausfordernd sein.
Wo finden Alleinerziehende Unterstützung?
Unterstützung für Alleinerziehende und Getrennterziehende bieten die Frühen Hilfen. Die kostenlosen Angebote der Frühen Hilfen gibt es in ganz Deutschland. Sie sind für alle Eltern mit Kindern bis drei Jahre gedacht – unabhängig von der Familienform.
Zu den Frühen Hilfen gehören ganz unterschiedliche Angebote, einige richten sich auch speziell an Alleinerziehende oder Getrennterziehende.
Mit der bundesweiten Suche Frühe Hilfen finden Sie eine Anlaufstelle und Ansprechpersonen der Frühen Hilfen in Ihrer Nähe.
So können die Frühen Hilfen Sie unterstützen:
Sie brauchen Pausen vom Familienalltag?
- Familienpatenschaften entlasten und verschaffen Verschnaufpausen. Geschulte Freiwillige kommen regelmäßig zu Ihnen und unterstützen Sie im Alltag.
In einem Interview beschreibt eine alleinerziehende Mutter ihre Erfahrungen mit einer Familienpatin. Sie sagt: „Die Familienpatin geht ganz toll mit meiner Tochter um und ich vertraue sie ihr gern an. …. Ich nutze dann die Zeit, um Besorgungen zu machen oder etwas zu erledigen, wozu ich Ruhe brauche.“
Sie suchen Kontakt zu anderen Eltern?
- In Eltern-Kind-Gruppen treffen Sie regelmäßig andere Eltern. Sie können Kontakte knüpfen, sich austauschen und gemeinsam mit Ihren Kindern Spaß haben.
- Auch in offenen Treffs begegnen Sie anderen Eltern – spontan und ungezwungen.
Viele Städte und Gemeinden bieten spezielle Gruppen oder Treffs für Alleinerziehende oder getrennterziehende Eltern an.
Sie fühlen sich unsicher im Umgang mit Ihrem Kind?
- Rat und Hilfe erhalten Sie in Familien- und Erziehungsberatungsstellen. Die Fachkräfte dort unterstützen auch dabei, nach einer Trennung Umgangsregelungen kindgerecht zu gestalten.
- Wenn Sie bereits vor der Geburt Ihres Kindes Unterstützung suchen, finden Sie in Schwangerschaftsberatungsstellen die richtigen Ansprechpersonen. Auch in der Zeit nach der Geburt erhalten Sie dort Rat und Unterstützung.
Sie brauchen eine längerfristige Begleitung?
- Bei Bedarf können Familienhebammen ab der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr des Kindes Sie unterstützen.
- Auch Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegende begleiten Familien bei Bedarf über einen längeren Zeitraum.
Welche Angebote gibt es noch für Alleinerziehende?
Neben den Frühen Hilfen gibt es weitere Unterstützungsangebote für Alleinerziehende und Getrennterziehende. Diese Angebote könnten für Sie hilfreich sein:
Gesundheit und Erholung
Wenn es Ihnen selbst gut geht, kommt das auch Ihrem Kind zugute. So schwer es auch ist: Vergessen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse nicht. Kurze Auszeiten im Alltag können Ihnen guttun. Aber auch Mutter-Kind-Kuren und Vater-Kind-Kuren können dabei helfen, gesund zu bleiben.
Neue Kraft können Sie auch in einem Urlaub sammeln, zum Beispiel in einer der gemeinnützigen Familienferienstätten. Diese ermöglichen insbesondere Familien mit kleinen oder mittleren Einkommen einen günstigen Urlaub.
Trennungen und Trauer
Sie trennen sich gerade? Dann finden Sie beim kostenlosen Online-Angebot STARK Informationen und Tipps rund um die Themen Beziehungskrise, Trennung und Scheidung.
Sie haben Ihre Partnerin oder Ihren Partner durch Tod verloren? Dann hilft Ihnen der Bundesverband für Trauerbegleitung, eine wohnortnahe Begleitung zu finden.
Bei der Telefonseelsorge erreichen Sie rund um die Uhr einfühlsame Personen, die Ihnen zur Seite stehen.
Finanzielle Leistungen
Für alleinerziehende Elternteile gibt es besondere finanzielle Leistungen wie Unterhalt oder Entlastungsbeträge.
Schwangere in Notlagen können zudem über die „Bundesstiftung Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“ finanzielle Hilfen erhalten.