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Fachkräfte beraten bei Fragen rund ums Stillen
© Mareen Fischinger/Westend61 via Getty Image

Beratung rund ums Stillen

Damit das Stillen gut gelingt, können Sie sich von einer Hebamme, Stillberaterin oder Fachkraft in den Frühen Hilfen beraten lassen. Lesen Sie hier, wie Sie eine passende Stillberatung finden.

Haben Sie Fragen rund ums Stillen? Zum Beispiel:

  • Passt Stillen zu mir?
  • Wie lege ich das Baby gut an die Brust? 
  • Reicht die Milch? 
  • Was hilft, wenn das Stillen weh tut?
  • Was darf ich während der Stillzeit essen und trinken?

Oder haben Sie Fragen zu Milchersatzprodukten, zur Beikost, zum Abstillen oder zur Vereinbarkeit von Stillen und Beruf? Zu all diesen Themen können Sie sich von Fachkräften persönlich und kompetent beraten lassen.

Wer berät mich zum Stillen?

Die erste Anlaufstelle bei Fragen zum Stillen ist meistens eine Hebamme. Sie begleitet Eltern ab der Schwangerschaft, rund um die Geburt und in den ersten Lebensmonaten. Auch Stillberatung gehört zu ihren Aufgaben und ist über alle Betreuungsphasen hinweg Thema.

Fachlich geprüfte Still- und Laktationsberatende (IBCLC) haben in der Regel einen medizinischen Grundberuf. Sie können bei komplexeren Stillproblemen professionell helfen. Als selbstständig Tätige bieten sie vor allem Einzelberatungen an.

Ehrenamtlich tätige Stillberaterinnen bieten praktische Stillunterstützung und offene Stillgruppen an. Dorothee Schmitz ist eine von ihnen. Sie berät in den offenen Treffs der Familienbildung (FABI) Rhein-Sieg junge Eltern rund um das Thema Stillen. Die Stillberaterin sagt: 
„Das Zueinanderfinden von Eltern und Baby ist immer ein Prozess, der Zeit und ein unterstützendes Umfeld braucht. In einem Treffen unter Gleichgesinnten klären sich viele Fragen, die den Alltag mit Baby leichter machen. Gelingendes Stillen gibt Müttern ein Gefühl für ihren veränderten Körper. Und es trägt zu Bindung, Ernährungssicherheit und Selbstständigkeit bei.“

Auch Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegende beraten in offenen Sprechstunden oder Eltern-Kind-Gruppen zum Stillen. Sie sind Fachkräfte in den Frühen Hilfen und haben oft eine Zusatzqualifikation zur Stillberatung. Ein weiteres Angebot der Frühen Hilfen sind Stillcafés. In der Regel werden sie von Fachkräften in den Frühen Hilfen oder Stillberaterinnen begleitet.

Worum geht es bei der Stillberatung?

Die Themen richten sich nach dem persönlichen Bedarf der Ratsuchenden. Schon während der Schwangerschaft informieren die Fachkräfte über die Vorteile des Stillens. Nach der Geburt unterstützen sie beim ersten Anlegen, beantworten Fragen zur Milchbildung und helfen bei Stillproblemen. Auch bei Fragen zum Abpumpen und Füttern mit der Flasche wissen sie Antworten.

Habe ich einen Anspruch auf kostenlose Stillberatung?

Ja. Jede gesetzlich versicherte Schwangere und Mutter hat Anspruch auf Hebammenbetreuung. Dazu gehört auch die Stillberatung. Die Hebamme rechnet direkt mit der Krankenkasse ab. Für Sie als Eltern entstehen keine Kosten. Auch Privatversicherte können Hebammenhilfe erhalten. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenversicherung, welche Kosten diese übernimmt.

Die Unterstützung durch ehrenamtlich tätige Stillberaterinnen ist in der Regel ebenfalls kostenlos – ob als individuelle Beratung oder in einer offenen Stillgruppe. 
Auch die Stillberatung durch Fachkräfte in den Frühen Hilfen, zum Beispiel in offenen Sprechstunden, Eltern-Kind-Gruppen oder Stillcafés, ist kostenlos.
Die Beratung durch eine Still- und Laktationsberatende (IBCLC) müssen Eltern in der Regel selbst bezahlen. Manche Krankenkassen erstatten die Kosten rückwirkend. Fragen Sie dazu vorher bei Ihrer Krankenkasse nach.

Wo findet Stillberatung statt?

Hebammen und ehrenamtlich tätige sowie examinierte Stillberaterinnen kommen zur persönlichen Stillberatung in der Regel zu Ihnen nach Hause. Eltern-Kind-Gruppen, Stillcafés und offene Sprechstunden finden beispielsweise in Familienzentren, Familienbüros oder Geburtskliniken statt.

Wie lange kann ich die Stillberatung in Anspruch nehmen?

Im Rahmen der Wochenbettbetreuung haben Sie bis zu zehn Tage nach der Geburt Anspruch auf täglich zwei Hebammenbesuche. Danach können Sie bis zwölf Wochen nach der Geburt weitere 16 Mal Ihre Hebamme um Rat bitten. Nach diesen zwölf Wochen kann Ihre Hebamme Sie insgesamt noch achtmal in Stillfragen beraten. Das gilt bis zum Ende der Stillphase und ist unabhängig davon, wie lange Sie stillen. 
Für alle anderen Angebote zur Stillberatung gibt es keine Regelungen zur Dauer der Inanspruchnahme.

Wie finde ich Stillberatung während der Schwangerschaft und nach der Geburt?

Informationen und Listen mit Hebammen und Stillberaterinnen in der Nähe gibt es meistens in frauenärztlichen oder kinderärztlichen Praxen, in Schwangerschaftsberatungsstellen oder Geburtskliniken. Zudem gibt es einige Suchportale im Internet.

Um eine Hebamme in Ihrer Nähe zu finden, können Sie folgende Online-Plattformen nutzen:

  • ammely: Plattform des Deutschen Hebammenverbands e. V. 
  • Hebammenliste: Übersicht vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen

Still- und Laktationsberaterinnen sind über die folgenden Websites zu finden:

Anlaufstellen der Frühen Hilfen in Ihrer Nähe finden Sie über die Suche Frühe Hilfen

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